Im Jahr 1992, bei meiner ersten Kanutour über den
mächtigen
Yukon River auf der über 700 Kilometer langen "Standardstrecke" von
Whitehorse nach Dawson City, hat mich das gleichnamige Territorium im
Nordwesten Kanadas in
seinen Bann geschlagen. 1993 und 1995 unternahm ich weitere Touren auf
dem
Yukon River. 1999 wollte ich mir den „kleinen Rest" des Territoriums
ansehen. Eines abends kam ich in Keno City am Ende des Silver Trails
aus einer
Kneipe und hatte einen Vorvertrag über den Kauf eines Grundstücks dort
in der
Tasche. Der Kauf ging über die Bühne, es kam eine Hütte dazu und
seitdem verbringe
ich die Sommer dort, damit sich dieser Kauf auch lohnt.
Das Territorium Yukon liegt im Nordwesten Kanadas an der Grenze zu
Alaska. Es beginnt knapp über dem 60. und endet am 69. Breitengrad, etwa 75
Kilometer unterhalb der Packeisgrenze. Mit dem 5.959 hohen Mount Logan
beherbergt er den höchsten Berg Kanadas und hinter dem Mount McKinley
zweithöchsten Nordamerikas. Darüber hinaus liegt in den St. Elias Mountains das
größte Eisfeld außerhalb von Nord- und Südpol und der Dempster Highway ist die einzige
Straße, die in Kanada den Polarkreis überquert.
Bekannt wurde das Territorium Yukon durch den großen Goldrausch am Klondike von 1896-98,
den Jack London in seinen Kurzgeschichten und Romanen weltberühmt gemacht hat.
Mit über 480.000 Quadratkilometern Fläche, ist es etwa 1,3 Mal größer als
Deutschland. Dabei leben dort nur 34.200 Menschen, 25.700 davon in der
Hauptstadt Whitehorse. Dafür gibt es jedoch etwa 65.000 Elche, 160.000 Karibus
(die nordamerikanischen Rentiere), 4.500 Wölfe, 10.000 Schwarz- und 6.000 bis
7.000 Grizzlybären.
Im Yukon herrscht extremes, kontinentales Klima mit kurzen, heißen
Sommern und bis zu acht Monaten Winter, in dem die Temperatur bis auf -60° C
fallen kann. Neben dem Abbau von Edeltmetallen leben die Menschen hauptsächlich
vom Tourismus: Die nahezu unberührte Wildnis gilt als Eldorado für Wanderer und
Kanuten sowie Angler und Jäger. Etwa 300.000 Besucher pro Jahr, vor allem aus
den USA, verleben ihren Urlaub im Yukon.
Das Territorium wurde nach dem knapp 3.200 Kilometer langen
Yukon River benannt. Der Name kommt vom „Yu-kun-ah“ der Gwitchin Indianer, das
„Großer Fluss“ bedeutet. Deren Vorfahren wanderten vor etwa 15.000 bis 20.000
Jahren aus Asien über die Bering-Landbrücke ein. Die ersten Weißen kamen ab
1840 ins Land. Heute lebt ein buntes Völkergemisch im Yukon, von dem
die Urbevölkerung etwa 25 Prozent stellt.
Ich habe jede Menge kurze Videos und auch die Bilder zu den Rundmails aus meinem Sommer 2009 in Kanada (Alberta, British Columbia, Nordwest Territorien und natürlich Yukon) bei YouTubeeingestellt. Größtenteils sind es Aufnahmen von Landschaften und Tieren bei Kanufahrten und Wanderungen. Zu finden sind sie unter http://www.youtube.com/user/Baumjoe1.
Weitere Bilder vom Yukon (aber auch aus Alaska, Alberta, BC und den NWT) habe ich u.a. bei flickr eingestellt (http://www.flickr.com/photos/baumjoe/), wo ich auch die Gruppe Keno City, Yukon (http://www.flickr.com/groups/1033250@N21/) gegründet habe. Ihr seid alle herzlich eingeladen, dieser Gruppe beizutreten und Bilder beizusteuern.
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